Obdachlosen-Pressespiegel 15.02. – 21.02.2016

Welche Themen betrafen Berliner Obdachlose in der vergangenen Woche? Die Redaktion von unbeachtet.org hat eine Auswahl an Meldungen im wöchentlichen Obdachlosen-Pressespiegel zusammengefasst. Dieses Mal u.a. mit einer anstehenden Podiumsdiskussion in Zehlendorf, einer verplanten Bahnhofsmission und einer Warnung des Verfassungsschutzes.

16.02.2016

Zehlendorf: Podiumsdiskussion zum Thema Obdachlosigkeit

Der evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf veranstaltet am 01. März 2016 (Dienstag) eine Podiumsdiskussion zur Obdachlosigkeit. Es diskutieren ab 19.30 Uhr im Van Delden Haus (Busseallee 23-25) Dirk Gerstle, Staatssekretär für Soziales (CDU), Dr. Ina Czyborra, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und frauenpolitische Sprecherin (SPD), Dieter Puhl, Leiter der Berliner Bahnhofsmission und Uta Keseling, Journalistin. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Spenden werden gesammelt und gehen an die Berliner Bahnhofsmission sowie der milaa gGmbH, eine Tochter des Evangelischen Diakonievereins. (Quelle: stadtrand-nachrichten.de)


16.02.2016

Bahnhofmission am Zoo verplant sich

Die Bahnhofsmission am Zoologischen Garten musste am Dienstag zu dringlichen Lebensmittelspenden aufrufen. Grund: Es wurde falsch geplant und so fehlte es quasi an allem. Leiter Dieter Puhl rief zur Hilfe auf und so folgte schon am Mittwoch die Entwarnung. Ursache für die Fehlplanung sei eine bewusste Senkung der Liefertage gewesen. So habe man damit gerechnet, dass zwei Lieferungen von der Berliner Tafel ausreichen, statt wie üblich täglich eine. (Quelle: tagesspiegel.de)

HILFE – HILFE – HILFE !!!Asche auf unser Haupt – die Ursache ist eine Fehlplanung von uns – das Ergebnis ist leider -…

Posted by Dieter Puhl on Dienstag, 16. Februar 2016


17.02.2016

Suppenbus für eine Woche

Eine Woche lang steht vor der Bahnhofmission am Zoologischen Garten ein Suppenbus, aus dem täglich eine Suppe an Bedürftige verteilt wird. Hinter dem Herd stehen Berliner Spitzenköche, finanziert werden die Mahlzeiten von einem Einkaufscenter. „Am Montag hatten wir nach einer Viertelstunde alles ausgeteilt“, so Center-Manager Peter Schönbrunn gegenüber moz.de. Alles bedeutet in dem Fall ein 30-Liter-Topf, der etwa 100 Portionen fasst. (Quelle: moz.de)


18.02.2016

Runder Tisch bleibt Reaktion schuldig

34 Vertreter verschiedener Organisationen, Behörden und Fraktionen nahmen im September 2015 am ersten runden Tisch „Hilfe für obdachlose Menschen in Tempelhof-Schöneberg“ teil. Im Ergebnis der vom Sozialamt arrangierten Veranstaltung stand, dass die Situation nur politisch verbessert werden könne. Seither wurden, entgegen der ursprünglichen Planung, keine politischen Forderungen formuliert – es fehlt also die Reaktion. Bereits ein zweiter Sitzungstermin im Dezember musste wegen Zeitgründen ausfallen. (Quelle: berliner-woche.de)


19.02.2016

Verfassungsschutz warnt vor Obdachlosen-Initiative „Deutsche helfen Deutschen“

„Bezüge und Vernetzungen der Organisatoren mit der rechtsextremistischen und rechtspopulistischen Szene Berlins“ erkennt der Verfassungsschutz in der Initiative. Das bestätige auch der Interessentenkreis sowie der übersichtliche Kreis an eingeladenen Teilnehmern wie beispielsweise die Bürgerbewegung Pro Deutschland und Bärgida. Selbst in Kommentaren sozialer Netzwerke werde ausdrücklich dazu aufgerufen, Spenden nicht an Flüchtlingsheime zu richten. „Die Gruppierung versucht unter dem Deckmantel des sozialen Engagements ihre Inhalte zu verbreiten und gegen Geflüchtete zu hetzen. Das sollte man nicht relativieren. Solche Hetze ist der Nährboden für Gewalt“, erklärte Clara Hermann, Rechtsextremismus-Expertin der Grünen-Fraktion. (Quelle: morgenpost.de)

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