Freiwillig obdachlos: Reinhardt

Reinhardt freiwillig obdachlos Berlin Penner Obdachloser Bettler Kumpel Vollbart spenden Christopher Haacker

Reinhardt (rechts, mit seinem Kumpel Dirk) hat sich freiwillig für die Obdachlosigkeit entschieden.

Reinhardt ist 42 Jahre alt und kommt aus Bautzen in Sachsen. Er lebt seit zwei Jahrzehnten auf der Straße.

Wie bist du auf der Straße gelandet?

Vor zwanzig Jahren habe ich mich dazu entschieden, mit meinen Kumpels auf der Straße zu leben. Seitdem bin ich dort geblieben – ich bin freiwillig obdachlos. Am meisten schätze ich die Menschlichkeit und das Zusammensein mit anderen.

Was stört dich am Leben auf der Straße am meisten?

Auf der Straße stören mich Polacken (Polen, Anm. d. Red.) und Türken, weil ich ihnen gegenüber Vorurteile habe. Auch die Kälte ist sehr nervig.

Wo schläfst du eigentlich?

Ich schlafe nachts in einer Notunterkunft.

Wie finanzierst du dein Leben?

Ich bettele um Geld und sammele Flaschen. Vom Staat möchte ich kein Geld haben.
Auch mit der Arbeit wird es schwer, weil mir ein Arzt gesagt hat, dass ich krank im Kopf bin.

Was war dein schlimmstes Erlebnis auf der Straße?

Von meinem schlimmsten Ereignis darf ich nicht sprechen, da das nicht ganz sauber war. Es hatte nichts mit Drogen zu tun, aber mehr kann ich dazu nicht sagen.

Hast du Pläne für deine Zukunft?

In einer Wohnung auf dem Land will ich in Zukunft leben, wie früher in Bautzen. Auf der Suche bin ich derzeit aber nicht. Dann möchte ich auch etwas mit Tieren machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *