Mobile Tierarztpraxis an Berliner Brennpunkten

Seit fast 15 Jahren ist die Tierärztin Dr. Jeanette Klemmt auf den Straßen von Berlin unterwegs, um mittellosen Besitzern mit ihren kranken Tieren zu helfen. Rund 700 Tierbesitzer nehmen das Angebot der kostenlosen medizinischen Versorgung der Tiere wahr.

Auf der Straße gibt es Menschen, die jegliche äussere Einflussnahme oder Hilfe für sich ablehnen. Hierbei handelt es sich meist um Mitglieder von Randgruppen. Die Straßensozialarbeit ist daher bestrebt, mit unterschiedlichen Strategien Einfluss zu gewinnen und Hilfsangebote zu unterbreiten.

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Frau Dr. Klemmt hilft in ihrer mobilen Tierarztpraxis Tieren in Not.

Tiere sind die einzige Konstante

Tiere – insbesondere Hunde – haben besonders für diese Gruppen einen sehr hohen Stellenwert. Sie sind oft das Synonym für Zuverlässigkeit sowie Partnerschaft, und sie sind häufig die einzige Konstante in einem durch Brüche gekennzeichneten Lebenslauf. Für viele ist das Tier der einzige Sozialpartner, ohne den die Menschen sozial noch mehr verelenden würden. Die Erfahrung von Sozialarbeitern/-innen zeigt, dass gerade Punks, Obdachlose und Trebegänger eine besondere Fürsorge und ein hohes Maß an Verantwortung für ihre Tiere entwickeln können. Hier liegt der Ansatz für das Projekt HundeDoc – Tierärztliche Versorgung an Berliner Brennpunkten, mit dem dieser Personenkreis durch Anknüpfen an die Beziehung Mensch-Tier dazu motiviert wird, letztlich auch die Eigenverantwortung für seine persönlichen und sozialen Belange in stärkerem Maße wahrzunehmen.

Das Ein-Frau-Projekt

Die Tierärztin Dr. Jeannette Klemmt, von allen Patienten herzlich Hunde Doc genannt, ist seit fast 15 Jahren als Veterinärin in diesem Projekt tätig. Dr. Klemmt hat im Laufe der letzten Jahre 600 bis 700 Behandlungen und Beratungen in ihrem Fahrzeug durchgeführt. „Häufig berate ich auch Nicht-Besitzer, die vielleicht mit dem Gedanken spielen sich ein Tier anzuschaffen oder sorgenvoll auf die Haltung eines Tieres blicken und sich ihre Gedanken machen“ sagt der Hunde Doc.

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Zu den Patienten gehören nicht nur Hunde und Katzen – auch Vogelspinnen hatte Frau Dr. Klemmt schon zu Besuch in ihrer Praxis

Zu ihrem Ein-Frau-Projekt gehören unter anderem eine Studentin, die ihr seit Jahren ehrenamtlich bei Operationen hilft, und ein Projektleiter einer sozialpädagogischen Stiftung. Zu den häufigsten Patienten gehören Hunde – dicht gefolgt von Katzen, Ratten, Kaninchen, Mäusen und Frettchen. Doch unter den obdachlosen Tierhaltern verbergen sich auch Liebhaber von Exoten: So konnte Dr. Klemmt eine angekündigte Vogelspinne rechtzeitig abwiegeln und zum Experten schicken.

Pünktlich vor der mobilen Tierarztpraxis

Die Terminvergabe für die Behandlung oder Beratung erfolgt ausschließlich durch die Sozialarbeiter der kooperierenden Einrichtungen. Die einzige Ausnahme sind Operationstermine. Da ein großer Teil der Randgruppen sich keine medizinische Versorgung für ihre Tiere leisten können, sind diese überglücklich und überpünktlich, wenn sie einen Termin bei Frau Dr. Klemmt bekommen.

Die Tierärztin ist vier Tage in der Woche unterwegs und freut sich auf die nächsten Vierbeiner in ihrer Sprechstunde.

1 Response

  1. Sebastian mattis sagt:

    Hut Tag es is dies ich bin grade vor ein monat aus der Haft gekomm meine 6 jährige hündin war allso 1 und halbes Jahr bei meiner schwester und ihrn rüden habe jetz mitbekommen das sie nich Fressen will und ziemlich anhenlich is und gesdarn hat ein Kumpel an ihre zitzen gedrückt und da kamm Milch raus ich war noch nich bei euch am Treff u-s bahnhof Lichtenberg
    Hab es aber jetz am Dienstag vor

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