Obdachlosen-Pressespiegel 04.01. – 10.01.2016

Welche Themen betrafen Berliner Obdachlose in der vergangenen Woche? Die Redaktion von unbeachtet.org hat eine Auswahl an Meldungen im wöchentlichen Obdachlosen-Pressespiegel zusammengefasst. Dieses Mal u.a. mit einem besonderen Berliner Liniennetz und einer schließenden Unterkunft für Wohnungslose.

06.01.2016

„Berlins City Guide To Help“ soll für Aufmerksamkeit sorgen

Von einer Marketing-Firma initiiert entstand eine Karte des Berliner U- und S-Bahnnetzes der besonderen Art: Statt der üblichen Namen, trugen die Haltestellen auf Berlins City Guide To Help fiktive Bezeichnungen. Dazu zählen „Eriks Behausung“ oder „Arnos Bleibe“. Dieses etwas andere Liniennetz soll zeigen, wo Obdachlose Hilfe bekommen und darauf hinweisen, dass es wichtig ist, Hilfsbedürftige zu unterstützen. Die Karte zeigt zudem, an welchen Orten Annahmestellen für diverse Spenden existieren – leider ist die Karte nicht annähernd vollständig.
Die Kampagne Berlins City Guide To Help unterstützt ein anderes Projekt derselben Marketing-Firma, in dem Menschen fotografiert werden, um auf die Kältenot Wohnungsloser aufmerksam zu machen. Auch ein bekannter Juror einer Model-Castingshow posierte zuletzt für das Projekt. (Quelle: berliner-zeitung.de)


06.01.2016

Stadtmission hat mehr zu tun

Die eisigen Tage und noch kälteren Nächte in der vergangenen Woche haben Helfern eine Menge Arbeit beschert. Besonders in der Nacht zum Mittwoch wurden in Berlin dreimal so viele Menschen von der Stadtmission versorgt wie üblich. (Quelle: focus.de)


08.01.2016

Obdachlose müssen aus Unterkunft raus – ziehen Flüchtlinge ein?

32 Menschen aus dem Gästehaus Moabit an der Berlichingenstraße 12 erhielten von der Betreiberin eine schriftliche Aufforderung, die Wohnungen bis Ende Januar zu verlassen. Dabei verwies die Betreiberin in ihrem Schreiben auf die Kündigung ihres eigenen Mietvertrages. Der Sozialstadtrat in Mitte, Stephan von Dassel von den Grünen, will die Unterkunft für Wohnungslose erhalten und hat sich mit dem Eigentümer in Verbindung gesetzt. Selbst die Beschlagnahmung des Hauses schloss von Dassel nicht aus. Gleichzeitig betonte er, dass es eine Verabredung zwischen dem Land und den Bezirken gebe, die besagt, dass Flüchtlinge nicht in Unterkünfte ziehen sollen, die für Wohnungs- oder Obdachlose vorgesehen sind. (Quelle: morgenpost.de)

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