Obdachlosen-Pressespiegel 25.01. – 31.01.2016

In dieser Woche wurde es wieder etwas wärmer und auch die Resonanz in den Medien über Obdachlose ist überschaulicher geworden. Dennoch konnten wir einige Themen, die Berliner Obdachlose betrafen, ausfindig machen und eine Auswahl an Meldungen im wöchentlichen Obdachlosen-Pressespiegel zusammenfassen. Dieses Mal u.a. mit einem Update aus dem Moabiter Gästehaus, schockierenden Bildern aus dem Ausland und einem Wohnungslosen, der zur Aufklärung eines Falls beitrug.

26.01.2016

SAT.1-Dokumentation: Obdachlose machen Praktikum bei Hotelkette

Am Sonntag zeigte SAT.1 eine zweistündige Dokumentation über drei Obdachlose, die in einem Hotel ein zweiwöchiges Praktikum absolvierten. Hier der Trailer und die gesamte Folge „Von der Straße in den Job“. (Quelle: biztravel.fvw.de)


27.01.2016

Verein und Stadtteilplenum werben für das Gästehaus Moabit

Neues gibt es aus dem Moabiter Gästehaus, das Obdachlose verlassen müssen: Stephan Rauhut, Pfarrer und Vorstandsmitglied im Verein „Refo Moabit. Kirche im Kiez“ will zusammen mit seinen Mitstreitern einen offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und die Senatoren schreiben. „Wir wollen erreichen, dass die 33 Männer unbefristet in der Berlichingenstraße wohnen bleiben können.“, so Rauhut.
Bereits das Stadtteilplenum hatte sich am 19. Januar auf einen Aufruf geeinigt, in dem sie die Rücknahme der Kündigung fordern. (Quelle: berliner-woche.de)


26.01.2016

Polizeigewerkschaft organisierte „Hilfe für Obdachlose“ am Zoo

Knapp 480 Obdachlose kamen am Dienstagabend zur Bahnhofsmission am Zoologischen Garten zur Aktion „Hilfe für Obdachlose“. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sowie Helfer verteilten circa 650 Essen & 700 Verpflegungsbeutel und andere Spenden an die Hilfsbedürftigen der Stadt. (Quelle: sek-einsatz.de)


27.01.2016

Schockierende Bilder: Metallspitzen gegen Obdachlose

Im Vergleich zu anderen Städten haben es Berliner Obdachlose scheinbar einfacher. Beispielsweise in London werden an einigen Orten Metallspitzen auf dem Boden befestigt, um ein Hinlegen zu verhindern. Diese sogenannte „defensive Architektur“ ist auch in den USA zu sehen. In New York City werden Metallspitzen nicht nur auf dem Boden, sondern auch auf mögliche Sitzgelegenheiten, wie Blumenkübeln oder Hydranten angebracht. Solche Dimensionen gibt es in Deutschland bislang noch nicht, aber Werena Rosenke von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe berichtet von einem ähnlichen Trend: „Parkbänke sind an vielen Orten in Großstädten abgebaut worden.“ Oder wie wir von unbeachtet.org bereits berichteten, wurde versucht Obdachlose durch Musik zu vertreiben. (Quelle: derwesten.de)


27.01.2016

Wohnungsloser gibt entscheidenden Tipp zur Aufklärung

Ein totes Baby war im November unter einem Laubhaufen entdeckt worden. Bei der Aufklärung des Falls konnte nun ausgerechnet ein Obdachloser den entscheidenden Hinweis zur Identifizierung der Mutter geben. Der Wohnungslose beobachtete einen Mann am Fundort, den Lebensgefährten der Mutter des Babys. (Quelle: derwesten.de)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *