Tomek: Auf alle Fälle Deutschland

 

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Tomek, 53, ist verheiratet und hat Kinder. Ursprünglich kommt er aus Stettin/Szczecin (Polen). Als Schwarzarbeiter kam er nach Deutschland und lebt seit einem Jahr in Berlin auf der Straße.

Wie bist du auf der Straße gelandet?

Ich kam nach Deutschland, weil mir eine Arbeit versprochen wurde. Eine Arbeit, die ich so lange machen könne, bis ich es nicht mehr schaffe oder nicht mehr will. Aber dann wollten die mich nicht mehr – Von einem Tag auf den anderen war es vorbei und ich wurde rausgeschmissen und wusste nicht wohin. Das war vor etwa einem Jahr. Jetzt bin ich hier, auf der Straße.

Was stört dich am Leben auf der Straße am meisten?

Die Kälte und das wenige Geld. Ich habe wirklich nicht viel, aber ich versuche täglich, das Beste aus meiner Situation zu machen.

Wo schläfst du eigentlich?

Zurzeit schlafe ich noch auf der Straße, das ist gerade noch erträglich. Aber wenn es kälter wird, werde auch ich mir ein warmes Plätzchen suchen müssen. Ich weiß aber noch nicht, wo ich hin gehen werde.

Wie finanzierst du dein Leben?

Mit Pfandflaschen sammeln und Betteln. Wir haben an dem Pfad vor unserem Zelt eine Dose, da werfen Vorbeigehende manchmal etwas Geld hinein. Ich habe auch einen guten Freund, der hier in Berlin wohnt und mir hilft.

Was war dein schlimmstes Erlebnis auf der Straße?

Mir ist bis jetzt noch nichts Schlimmes passiert, ich wurde nicht geschlagen oder ähnliches. Zum Glück! Ich wurde aber auch schon mal im Schlaf bestohlen, ich vermute es waren Polen – also meine eigenen Landsleute.

Hast du Pläne für deine Zukunft?

Für die Zukunft habe ich zurzeit keine Pläne. Aber ich bin mir sicher, dass ich in Deutschland bleiben werde.

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